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2019 01 Merida 52019/028

Geb.: 2008
Geschlecht: weiblich/kastriert
Gewicht: ca. 2,2 kg
Merkmale: Stehohr grau-weiß
Haltung: Innenhaltung

Merida wurde 2017 vermittelt und verbrachte in ihrem neuen Zuhause einige Zeit bis leider ihr Partnertier verstarb. Von da an musste sie alleine ausharren, da die Besitzer der Meinung waren, sie sei zu krank für eine erneute Zusammenführung und werde sicher nicht mehr lange leben. All unsere Angebote ein geeignetes, komplett ruhiges Partnertier herauszusuchen und auch bei der Vergesellschaftung zu helfen bzw. Merida in unsere Gnadenhof-Gruppe aufzunehmen wurden vehement abgelehnt. Eine Zusammenführung von so alten Kaninchen ist oft unproblematischer als man denkt, es gleich mehr einem „zusammensetzen“ und wir haben vor allem auch ausreichend Erfahrung um das vorab beurteilen zu können, ob es klappen könnte oder nicht. Stur blieb man bei der Meinung, das sei alles zu stressig, sie bewegt sich ja kaum mehr, hat wunde Hinterläufe, setzt nur unter Schmerzen Urin ab und man müsse sie eh bald erlösen lassen. Das konnten wir aber nicht zulassen und mussten daher zum Wohle von Merida auf ihre Herausgabe bestehen. Nach nochmaligen Diskussionen durften wir Merida aus einer Tierklinik abholen, wo sie wieder mal abgegeben wurde, weil es ihr nicht gut ging. Uns wurde sogar von einem dortigen Tierarzt schriftlich dazu geraten, Merida bei den Besitzern allein zu lassen bis sie eingeschläfert wird. Derartiges verstößt aber gegen alles wofür wir im Interesse der Kaninchen kämpfen und menschliche Befinden stehen für uns hier im Hintergrund. Tiere können nicht für sich sprechen und daher müssen wir das eben tun, auch wenn deren Halter sich als unglaublich beratungsresistent zeigen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei unserem Vereinstierarzt, welcher nichts Besorgniserregendes bei Merida feststellen konnte, kam sie endlich bei uns an. Nach einer gesunden Stärkung durfte sie kurz darauf ihre neuen Freunde kennenlernen. Die Zusammenführung lief wie erwartet: absolut unspektakulär! Man merkte sofort, dass Merida aufblühte - auch wenn sie aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigungen (v.a. dem Übergewicht mit welchem sie bei uns ankam) den anderen noch nicht so hinterherkam. Die Traurigkeit in ihrem Blick verblasste und es kam Meridas erste Nacht seit Langem, in der sie nicht mehr allein war. Gleich 3 gleichgesinnte Freunde kuschelten sich an sie. Mittlerweile hat sie schon brav abgenommen, ist aktiv und lebensfroh – kaum zu glauben, dass man daran dachte sie einzuschläfern, denn außer Blasensludge und etwas schiefen Vorderbeinchen und den normalen Altersanzeichen fehlt ihr gar nichts, was nicht mit entsprechender – altersgerechter - Haltung abgedeckt werden kann. Meridas Bitte an alle Kaninchenhalter: Lasst euer Kaninchen nicht alleine bis sie sterben! Ein Mensch - egal wie gut er glaubt sich zu kümmern - kann nie ein Partnertier ersetzen! (Jänner 2019)
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