Kaninchendame
Panky
2011/242
Meine
Geschichte und die meiner Eltern kennt ihr schon durch die Bewerbung
von meinen Geschwisterchen Baccardi, Bailey und Paddy. Damit
ihr euch beim Lesen nicht langweilt, möchte ich nicht alles
nochmal erzählen. Ich habe eine Bitte an euch - erzählt
den Menschen da draußen, welches Leid ausgesetzte Tiere
erfahren. Durch die von Menschen angezüchteten Fellfarben
sind Kaninchen von allen Fressfeinden gut zu sehen. Durch jahrelange
Haustierhaltung sind oftmals unsere Instinkte verkümmert.
Wildkaninchenrammler ziehen im Winter ihre Hoden in die Bauchhöhle
und produzieren keinen Nachwuchs. Wir haben vergessen, wie das
geht, und es gibt auch im Winter Nachwuchs - diese Babys erfrieren
elend. Bei der Helpline wurden in letzter Zeit immer wieder
ausgesetzte Tiere aufgenommen. 2 Burschen mussten zB innerhalb
der letzten beiden Wochen euthanisiert werden. Nekrotisch gewordene
Bisswunden und eitrige Augen, wo der Eiter schon im Kopf war,
waren schuld. Es schaut vielleicht oberflächlich betrachtet
nett aus, wenn Kaninchen frei herumhüpfen, aber wir sind
durch Fellfarbe und Instinktverlust nicht mehr dazu in der Lage,
in der Natur dauerhaft zu überleben. Und wenn wir verletzt
sind, müssen wir langsam und elend sterben. Bitte sagt
das weiter, seid aufmerksam und helft meinen Artgenossen, wenn
sowas passiert. Im besten Fall kann man solche Situationen verhindern
oder eingreifen, bevor es so wird wie in Ottenthal. Ich bin
jedenfalls ein gerettetes, glückliches, kleines, kugelrundes
Kaninchenmädchen und ich hoffe, dass ich bald ein supertolles
Zuhause finde. Bei mir hat man zum Glück nicht weggeschaut.
Ich lebe in Außenhaltung.
Im
Februar 2012 ein neues Zuhause gefunden
