Kaninchendame
Ofilia
2011/263
Ihr
kennt ja die Geschichte von Ottenthal schon und ihr wisst, dass
es einige Glückspilze lebend geschafft haben, diesem Albtraum
zu entkommen. Dennoch ist es eine große Herausforderung
für uns und unsere Retter, die richtigen Plätze für
uns zu finden. In Ottenthal zu bleiben wäre unser sicherer
Tod gewesen, da die Menschen ärgerlich über uns waren,
Hunde auf uns gehetzt wurden, viele Kaninchen auf der Straße
ihr Leben gelassen haben und die natürlichen Fressfeinde
wie Marder, Krähen, Greifvögel, Füchse usw. bei
unseren Fellfarben gar kein Problem hatten, uns aufzuspüren.
Kaninchen, die allerdings in der freien Natur geboren wurden
und da ihre ersten Lebensmonate verbracht haben, sind in der
Haustierhaltung sicher eine größere Herausforderung
für ihre Besitzer als Tiere, die in Gefangenschaft geboren
wurden. Dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass sich auch
für uns neue Familien finden werden, die auf die ganz speziellen
Bedürfnisse, die wir durch unsere Auswilderung nun mal
haben, eingehen können. Wir suchen Familien, die uns viel
Platz schenken können, mindestens einen Kuschelpartner
schenken und wir brauchen Möhrchenspender, die Geduld haben
und uns Zeit zum Eingewöhnen geben. Menschen, die uns auch
dann behalten, wenn wir keine Kuschelkaninchen werden. Ich bin
kastriert und leben in Außenhaltung.
Im
März 2012 ein neues Zuhause gefunden.
